Mit ungefähr 3 Monaten lassen wir unsere Schweine ins Freiland.

Dies Erfolgt in 3 Etappen:

  1. Sie kommen vom Stall in ein Außen Gehege und können sich somit an die "Aussenwelt" gewöhnen. Da gibt es ja so einiges was so einem kleinen Schweinchen furcht einflössen kann: Helikopter, Gewitter, Fussgänger, Vögel, Regen, Sonne ect.
  2. Nun kommen sie auf die Weide. Die Geräusche und Gerüche kennen sie jetzt schon. Nur der Stromzaun ist noch neu. Und den gibt’s jetzt auch noch zu lernen beziehungsweise zu respektieren. So spannen wir mit dem Zaundraht einen kleinen Kreis um die Hütte in welcher wir die Schweine "auswildern". Rasch kommen sie mit dem Zaun in Berührung und merken, dass dieser unangenehm ist. Büxt ein Schwein aus, heisst es für uns rennen wie ein Hütehund und das Schwein wieder ins Eingezäunte treiben. Rasch haben sie es gelernt. Somit kommen wir zum nächsten Schritt.
  3. Die ganze Weide. Nun gilts ernst und die Schweine bekommen endlich die ganze Weide zur Verfügung. Nur noch zeigen wo es Futter und wo es Wasser gibt. Die Suhle und das Schattennetz entdecken sie selber sehr schnell.


Von nun an sind die Freiland Änggistsöili jederzeit im Freien. Auch bei Wind und Wetter, Tag und Nacht. Sie haben Hütten zum Schlafen welche auch vor Nässe schützen. Unter dem Schattennetz ist es herrlich kühl an heissen Sommertagen. In der Suhle können sie sich abkühlen und der Schlamm dient zugleich als Insektenschutz.

Das wühlen in der Erde macht den Schweinen Spass und sie finden so auch leckeres Futter wie Insekten, Wurzeln und sogar Mäuse.

Bei all unseren Freiland Änggistsöilis ist interessant zu beobachten, dass sie immer etwas Gras als Weide stehen lassen. Sie wühlen nie den ganzen Bereich um. Vielmehr teilen sie sich ihre Weide in Gebiete ein: zum Wühlen, zum Weiden und als Toilette.

Schweine sind sehr neugierige, freundliche und intelligente Tiere.